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Reiseziele in Portugal

Tipps für das Auswandern nach Portugal

Wer vielleicht schon einmal einen Film von Manoel de Oliveira, dem mittlerweile hundertjährigen aber noch immer berufstätigen, portugiesischen Regisseur gesehen hat, bekommt einen ungefähren Eindruck dessen, was Portugal zu bieten hat. Wen wundert es da, dass sich immer mehr Anhänger der mediterranen Lebensart dafür entscheiden, auszuwandern und auf diesem faszinierenden „Fleckchen Erde“ ein neues, völlig anderes Leben zu beginnen? Vor allem die Einwohner, aber auch die bunte Vielfalt an Sehenswürdigkeiten sowie die bemerkenswerten, geschichtlichen Aspekte des Landes tragen in hohem Maße dazu bei, dass sich die Zahl der Einwanderer kontinuierlich erhöht. Aber: von Luft und schönen Landschaften allein kann man bekanntlich nicht leben. Auch für Brot und Belag muss gesorgt werden.

© Clara Diercks / PIXELIO

Fakt ist, dass es aktuell in Portugal in vielen Regionen an qualifizierten Fachkräften mangelt. Akademiker, Ingenieure, aber auch handwerklich top-ausgebildete Handwerker haben folglich hervorragende Chancen auf einen interessanten, beruflichen Neuanfang. Dabei ist jedoch folgendes zu berücksichtigen: Das Gehalt eines Ingenieurs ist in Portugal etwa um die Hälfte niedriger, als hierzulande. Im Gegensatz dazu stehen aber die überaus geringen Lebenshaltungskosten! Bevor die Auswanderpläne also in die Tat umgesetzt werden, empfiehlt es sich, zunächst eine „Checkliste“ zu erstellen. Denn nicht selten kommt es vor, dass das eine oder andere Vorhaben, nach Portugal auszuwandern, schon vom Ansatz her zum Scheitern verurteilt ist.

Anhand einer solchen Checkliste ist es einerseits leichter, im Vorhinein abzuwägen, inwieweit es sich bei dem Wunsch, endgültig nach Portugal zu gehen, doch eher um eine Luftblase oder tatsächlich um ein ernst zu nehmendes Vorhaben handelt. Andererseits werden im Zuge dessen grundlegende Punkte aufgeführt, die dazu beitragen, den Start im Traumland auch langfristig zum Erfolg werden zu lassen:

  1. Aus welchem Grund soll es ausgerechnet Portugal sein? Bietet dieses Land den individuellen Vorstellungen entsprechend besondere Vorzüge, ganz im Gegensatz zu Deutschland? Wenn ja, um welche Aspekte handelt es sich dabei?
  2. Wie sehen die beruflichen Chancen und Möglichkeiten im Einzelfall aus?
  3. Was hat das jeweilige soziale Umfeld in der gewünschten Region zu bieten? Sind freie Kindergarten- oder Schulplätze vorhanden? Gibt es einen freien Arbeitsplatz für den (Ehe-)Partner?
  4. Könnte man sich dauerhaft mit der Mentalität der portugiesischen Einwohner „anfreunden“? Inwieweit besteht generell die Bereitschaft, sich den jeweiligen, lokalen bzw. nachbarschaftlichen Gegebenheiten anzupassen?
  5. Sind ausreichende Sprachkenntnisse vorhanden?
  6. Was genau weiß ich über mein „Traumland“?
  7. Welche behördlichen Voraussetzungen gilt es zu beachten?
  8. Wie steht der Rest der Familie zu dem Vorhaben, auszuwandern?
  9. Wie verhält es sich hinsichtlich der finanziellen Situation? Ist ein gewisses „Polster“ vorhanden, um eventuelle Startschwierigkeiten (Arbeitslosigkeit) in den ersten Monaten überbrücken zu können?
  10. Steht vor Ort bereits eine Immobilie zur Verfügung? Inwieweit ist darüber hinaus die Anschaffung eines Autos erforderlich?

Will man länger als drei Monate in Portugal leben, so ist für EU-Bürger die Beantragung einer Aufenthaltserlaubnis erforderlich. Das entsprechende Formular kann bei der Direktion des „Dienstes für Ausländer und Staatsgrenzen“ geordert werden. Damit allerdings eine Bewilligung erteilt werden kann, müssen gültige Ausweisdokumente sowie eine Bescheinigung des jeweiligen Arbeitgebers mitgeschickt werden. Jobsuchende hingegen werden bei ihrer Suche nach einer geeigneten beruflichen Tätigkeit entweder in den Wochenzeitungen fündig oder sie nehmen die hilfreiche Unterstützung der „Anstalt für Beschäftigung und Berufsbildung“ in Anspruch.

Selbstverständlich steht auch die Bundesagentur für Arbeit hierzulande bei diesbezüglichen Fragen mit Rat und Tat zur Seite. Wenn es darum geht, Bewerbungen zu verfassen, so ist dieses ein weitaus weniger aufwändiges Unterfangen, als dies in Deutschland der Fall ist. Ein kurzes Anschreiben mit Foto in Verbindung mit einem aktuellen, tabellarischen Lebenslauf genügt völlig. Weitere, grundlegende Informationen zum Auswandern nach Portugal sind auch auf den Internetportalen des Bundesverwaltungsamtes (www.bundesverwaltungsamt.de) oder bei der „Informationsstelle für Auswanderer und Auslandstätige“ in Erfahrung zu bringen. (www.bva.bund.de/aufgaben/auswanderung/).