Die Silberküste von Portugal
Hier, an der Costa de Prata, der so genannten Silberküste Portugals ist der „Geist“ des Landes wohl am intensivsten zu spüren. Die Region mit ihren steilen Klippen, den langgezogenen Dünen, dem betörenden Rauschen des Meeres oder den herrlichen, weißen Sandstränden wird nicht von Touristen sehr geliebt. Insbesondere auch die Einheimischen selbst schätzen es in hohem Maße, hier ihren Urlaub oder ein verlängertes Wochenende zu verbringen. Das freut vor allem auch die Reisenden, denn es ist immer wieder ein Vergnügen, in einem der Strandcafés oder bei einem Restaurantbesuch mit den Portugiesen ins Gespräch zu kommen. Während man den Cocktail oder das Essen genießt, bekommt man vielleicht ja sogar den einen oder anderen „Insider-Tipp“ über die Costa de Prata – wer weiß? Schließlich sind die hier lebenden Menschen überaus gesellig, offenherzig und freundlich.
Woher die Bezeichnung „Silberküste“ herrührt, wird sich dem Fremden spätestens am ersten Tag des Aufenthaltes an der Costa de Prata erschließen. Denn jeder, der bei einem ersten, erholsamen Strandspaziergang die schier unendliche Weite und die belebende, atlantische Brise erleben darf, wird sicherlich begeistert sein von der ganz besonderen Kraft und dem außergewöhnlichen, silbernen Leuchten der Sonnenstrahlen. Ein Anblick, der wahrlich seinesgleichen sucht. Was liegt in Anbetracht dessen näher, als einfach mal im weißen Sand Platz zu nehmen, durchzuatmen und dieses unvergleichliche Flair zu genießen? Die Zeit wird auf diese Weise im Nu vergehen… - aber auch die abendliche Stimmung an diesem Ort lädt zum Verweilen und Träumen ein.
Hier gibt es Erholung und Ruhe pur; die Costa de Prata ist in jedem Fall ein Ort, an dem man die Seele baumeln lassen und den hektischen Alltag daheim seelenruhig vergessen kann. Nachdem man einige Tage an der portugiesischen „Silberküste“ verbracht hat, kann man getrost als „neuer Mensch“ mit wiedergewonnener Power und „aufgeladenen Batterien“ tatendurstig den Alltag in der Heimat bestreiten. Aber wer denkt jetzt schon an die Rückkehr? Übrigens gibt es vor Ort sogar einen Wallfahrtsort: Fatima. Man muss keineswegs religiös sein oder einer besonderen Glaubensrichtung angehören. Ein Besuch dieses Wallfahrtsortes ist in jedem Fall empfehlenswert, denn die einladende und nahezu mystische Atmosphäre werden den Besucher sofort in seinen Bann ziehen….
Wenn man einmal an der Costa de Prata ist, zum Beispiel in einem der niedlichen Fischerdörfchen, sollte man unbedingt in eines der Restaurants einkehren und den köstlichen Fisch oder die anderen, hervorragenden Meerestiere probieren. Dazu ein würziger Schluck Portwein – und schon ist die Welt in Ordnung. Herzlich willkommen sind die Urlauber auch in Santa Maria da Feira oder in Obidos, der altertümlichen Stadt, die aufgrund ihrer baulichen Struktur immer ein wenig rustikal, geheimnisvoll, aber dennoch überaus gemütlich erscheint. Die pure Natur erleben kann man freilich auch in Proenca-ein-Nova, der eindrucksvollen Ortschaft, die mit ihrer ungeheuren Vielzahl an Olivenbäumen nur so „protzt“. Ein wahrlich bezauberndes Städtchen!
Touristen und Einheimische gleichermaßen zieht es darüber hinaus immer wieder in Richtung Aveira, denn die scheinbar „verwinkelten“ Kanäle dieser kleinen Stadt bieten in der Tat ein unglaublich schönes Bild. Dazu die blaue Lagune… - bei diesem traumhaften und romantischen Anblick fällt es schwer, nicht ins Schwärmen zu geraten. An die Heimat denkt man in einem solchen Augenblick wohl nicht. Wie schön wäre es doch, wenn die Zeit des Urlaubes nie mehr verginge. Wenn man eine Reise an die Costa de Prata unternimmt, sollte ein Besuch in Figueira da Foz unbedingt ebenfalls zum Programm gehören. Nicht nur die Landschaft ist bezaubernd, ja geradezu magisch, sondern auch die Santa-Catarina-Burg mit ihrem mittelalterlichen Charme ist es, die ein echter Touristenmagnet ist. Eben wie die gesamte Costa de Prata.